Gastbeitrag von der Ernährungsexpertin Marlies Pilz

12.02.2018 / Permalink
Wo Lebensmittel noch Mittel zum Leben sind

Es ist ein kühler Tag im Januar an dem ich mich auf die Reise mache ins obere Mühlviertel. Genauer gesagt geht es nach Sarleinsbach zur Bio-Hofbäckerei Mauracher. Gehört, gelesen und auch verkostet hatte ich schon viel vom Mauracherhof. Als großer Sauerteig-Fan, Dinkel-Liebhaber und Vollkorn-Verfechter freute ich mich besonders auf das Kennenlernen.

 

Nach einmaligen Nach-dem-Weg-Fragen bei einer netten, älteren Dame die gerade ihre Hühner pflegte, stand ich vor dem idyllischen Hof. Die erste freudige Begrüßung war vom Hofhund, der mir gleich einen „Schön-dass-du-da-bist“-Stups von der Seite gab. Ein paar Schritte weiter sah ich durch das Fenster bereits Josef Eder, der mich freundlich hereinwinkte.

 

In der gemütlichen Lindenstube vom Mauracherhof durfte ich gemeinsam mit Josef Eder`s Frau Elisabeth und ihm selbst bei Kaffee und einem herrlichen Dinkel-Himbeerkuchen aus der hauseigenen Konditorei verweilen. Josef und Elisabeth erzählten beeindruckende Einblicke von der Geschichte der Familie, des Mauracherhofes und der ganzheitlichen Philosophie. Ebenso durfte ich in einem Rundgang gemeinsam mit Josef das gesamte Unternehmen samt Stall und der Bio-Hofbäckerei ansehen. Der Nachmittag fühlte sich an wie eine halbe Stunde…

 

Drei, meiner Meinung nach, sehr wichtige Ansätze aus unserem Gespräch möchte ich mit dir teilen und zum Nachdenken anregen: 

 

1.) Kennst du den Unterschied zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel?

Lebensmittel: diese sind noch voller Vitalstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Enzyme, ungesättigte Fettsäure, essentielle Aminosäuren oder Ballaststoffen. Die Rohstoffe (wie Getreide) selbst sind noch keimfähig und gesund.

Nahrungsmittel: hier fehlen die Vitalstoffe oder sind nur mehr in Spuren vorhanden. Es fehlt an Vitalität, also Leben in den Nahrungsmitteln. „Vita“ kommt aus dem lateinischen und bedeutet übersetzt „Leben“. Durch industrielle Verarbeitung, Konservierung oder sehr starker Erhitzung (Sterilisation) werden die Vitalstoffe zerstört. Ebenso sind die ursprünglichen Rohstoffe nicht mehr keimfähig und können ohne chemischer Spritz- und Düngemittel nicht mehr gedeihen. Wie Josef Eder so schön erklärte:“ Lebendiges, keimfähiges und gesundes Saatgut, das noch ohne agrochemische Krücken wachsen kann, bedeutet auch gesunde Menschen.“

2.) Die rasche Verarbeitung der Rohstoffe ist von großer Bedeutung

Je rascher desto besser, nur so bleibt die volle Bandbreite an Vitalstoffen im Lebensmittel.

3.) Gut Ding braucht Weile

Dieser Spruch bekommt beim Brot backen eine wichtige Bedeutung. Denn die klassische, lange Drei-Stufen-Sauerteigführung dauert eben seine Zeit. Nur so können sich Aromen entfalten und nur so wird das Brot bekömmlicher und sogar länger haltbar. Es zahlt sich also aus.

 

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