Ein Boden voller Leben

13.11.2017 / Permalink
Ein Boden voller Leben - Grundlage für Artenvielfalt

Seit mehr als 30 Jahren wird auf den Böden am Mauracher Hof erfolgreich Humus aufgebaut. Zwei wesentliche Faktoren haben dazu beigetragen: Eine standort- und klimaangepasste Fruchtfolge sowie der Verzicht auf agro-chemische Vergewaltigung. Die Fruchtfolge ist wichtig, um den Bodenlebewesen jene Nährstoffe zuzuführen, die sie in Pflanzennährstoffe umwandeln. So gedeihen auch auf schwierigen Böden gesunde, schmackhafte Pflanzen voller Leben, die uns gesund ernähren.

Natürliche Düngung

Obwohl wir es mit schwierigen sandigen, steinigen und lehmigen Böden sowie steilen Hängen zu tun haben, sind unsere Böden sehr fruchtbar. Durch den jahrzehntelangen Humusaufbau haben wir die Bodenqualität nicht nur erhalten, sondern verbessert. Der Schlüssel dazu ist die Erhaltung der Bodenlebewesen. Wir arbeiten nach der Ernte Pflanzenrückstände in den Boden seicht ein. Die Bodenlebewesen wandeln diese um und stellen sie nach und nach der nächsten Pflanze als Nährstoffe zur Verfügung. Das funktioniert am Mauracher Hof ganz natürlich und ursprünglich im Kreislauf der Natur, ohne den Einsatz von agro-chemischem Dünger. Als Dünger verwenden wir den Mist unserer Tiere. Tretmist wird entweder direkt ausgebracht oder kompostiert ausgebracht. Der flüssige Mist wird in der Biogasanlage vergärt. Methan- und Ammoniakausdünstung werden so hintangehalten. Außerdem bleibt die gesamte Palette an Mineralien aus dem Mist erhalten. Um die Liegebuchten der Rinder zu hygienisieren, verwenden wir teilweise Gesteinsmehl, das mit dem Mist ebenfalls aufs Feld gelangt. Kalk benötigen wir kaum – das hat die langjährige Erfahrung gezeigt.

Züchten wie unsere Vorfahren

Durch die gut aufbereiteten Böden und Pflanzen, die wie Spitzensportler trainiert werden, gedeiht unser Getreide hervorragend - bestes Beispiel dafür ist Ebners Rotkorn – eine Dinkelsorte. Hans Gahleitner hat sich mit dieser Sorte jahrzehntelang beschäftigt, sie immer wieder zu den unmöglichsten Zeitpunkten und an den unmöglichsten Standorten angebaut. Dann hat er jene Pflanzen, die mit den Bedingungen am besten zurechtgekommen sind, zur weiteren Verwendung ausgewählt. So ist eine robuste Dinkelsorte durch natürliche Auslese entstanden, die hervorragend schmeckt und in der Backstube wunderbar zu verarbeiten ist. Im Vorjahr konnten wir auf 700m Seehöhe 40 t Dinkel auf 11 ha ernten. Ein Erfolg, den auch wir dem Wissen über Pflanzentraining unserer Vorfahren verdanken.

Und nächstes Mal erfahren Sie hier über den Boden als Faktor für Klimaschutz und Schutz gegen Naturkatastrophen.

 

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