Butter in der Vollwerternährung Zugegeben - Butter enthält mit 230 mg pro 100 g ziemlich viel Cholesterin. Doch um den Cholesterinspiegel im Normbereich zu halten, ist es wichtig, eine ballaststoffreiche Ernährung anzustreben. Ausreichende Bewegung und körperliche Aktivität sind noch wichtiger als der Cholesteringehalt der Nahrung.
Aus ökologischer Sicht hat Butter im Vergleich zur cholesterinfreien Margarine deutlich die Nase vorn. Die Rohstoffe Rahm bzw. Milch stammen aus regionaler biologischer Landwirtschaft und benötigen zur Erzeugung bedeutend weniger Energie. Butter besteht aus Milchfett und Wasser. Nach der Butterverordnung muss der Fettanteil mindestens 80% betragen. Dieses Fett setzt sich aus ca. 47% gesättigten Fettsäuren, ca. 48% einfach ungesättigten Fettsäuren und 5% mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen. In geringen Mengen finden wir in Butter noch Milcheiweiß und Milchzucker. Außerdem Mineralstoffe, Cholesterin, Aromastoffe und als natürlichen Emulgator Lezithin. Der Vitamingehalt der Butter schwankt je nach Jahreszeit und ist im Sommer bei Weidehaltung oder Grünfütterung der Rinder höher als im Winter, wenn Heu verfüttert wird. Besonders zu erwähnen sind die fettlöslichen Vitamine A, D, und E sowie Spuren von B1 und B2. Ebenso wie der Vitamingehalt hängt auch der Gehalt von ungesättigten Fettsäuren stark vom Futter ab. Als besonders vorteilhaft wird die hohe Resorptionsgeschwindigkeit der kurzkettigen Fettsäuren angesehen, wodurch Butter ein ausgesprochen bekömmliches Lebensmittel ist. Gerade die einfach ungesättigten Fettsäuren mit ihren ernährungsphysiologischen Vorteilen werden in jüngster Zeit "wieder entdeckt". Butter ist das einzige Fett, das nicht erst in der Leber umgewandelt werden muss, sondern direkt von den Körperzellen verwendet werden kann! Diese Eigenschaft ist besonders für Personen wichtig, die Leberprobleme haben oder an anderen Störungen des Verdauungssystems leiden. Da inzwischen auch in der etablierten Ernährungslehre und -medizin das Cholesterinproblem ganzheitlicher gesehen wird, gewinnt Butter langsam wieder die Bedeutung, die sie seit Jahrtausenden in der menschlichen Ernährung gehabt hat. Studien belegen, dass in Ländern, in denen mehr Fette mit einfach ungesättigten Fettsäuren verzehrt werden, erheblich weniger Arteriosklerose und dadurch bedingte Herzkreislauferkrankungen auftreten (im Gegensatz zu Ländern, in denen mehr Fette mit hoch ungesättigten Fettsäuren gegessen werden). Da Butter eine einzigartige Stellung unter allen natürlichen Fetten einnimmt, sollte unser täglicher Speiseplan durch dieses wertvolle Lebensmittel bereichert werden. nach oben |