Brot & Ernährung. Brot, ein vielseitiges Lebens-Mittel
 

LebensMittel –
Mittel zum Leben

Gesunde Lebensmittel - Gesunde Ernährung

 

Die herausragende Bedeutung der Getreideerzeugnisse ist einerseits wirtschaftlich zu begründen, da Getreideprodukte schon immer zu den preiswertesten Lebensmitteln zählten und selbst in Mangelzeiten gut verfügbar waren. Sie sind gut lager- und transportfähig.


Andererseits sind Produkte aus dem vollen Korn ernährungsphysiologisch sehr wertvoll. Von den Nährstoffen, die der Mensch benötigt, fehlen im Getreidekorn nur wenige (z.B. Vitamin C) oder sind nur in geringen Mengen vorhanden (z.B. Calcium). Getreide ist deshalb nicht nur ein bedeutender Kohlenhydratlieferant, sondern weltweit auch einer der größten Proteinlieferanten und ist außerdem reich an Ballaststoffen, wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen.

 

Der Keimling ist sozusagen der Embryo der zukünftigen Pflanze. In ihm sind bereits Wurzel- und Triebanlage vorhanden. Der Keimling ist der gehaltvollste und wertvollste Teil des Korns. Sein Gewichtsanteil beträgt nur 2 – 3 % des Korngewichts, er enthält jedoch ca. 26 % des Gesamteiweißanteils des Korns.


In den Randschichten und im Keim finden wir hauptsächlich die Vitamine der B-Gruppe, ebenso Vitamin E und geringe Mengen an ß-Karotin. Der Vitamingehalt der einzelnen Getreidesorten ist naturgemäß recht unterschiedlich. Auch innerhalb einer Getreideart gibt es große Schwankungen durch Sorte, Standort, ökologische Bedingungen und Lagerung.
Aus ernährungswirtschaftlichen und ernährungsphysiologischen Gründen ist es daher sinnvoll - das Getreide als wichtigste Nahrungsgrundlage - in der seit Jahrtausenden bewährten Form, d. h. als Vollkorn beizubehalten bzw. wieder zur Geltung zu bringen.

 

 

Bio-Getreide vom Mauracher Hof und seine Eigenschaften
 

Für unsere guten Bio-Backwaren vom Mauracher Hof verwenden wir nur sortenreine und für das Mühlviertel typische Getreidearten: Dinkel, Einkorn, Hafer, Pharaonenkorn, Purpurweizen, Roggen und Weizen.

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Informationen zu unserem verarbeitetem Getreide:

Dinkel

Dinkel oder „Spelz“ ist eine alte, beliebte Weichweizenart mit einem leicht nussartigen Geschmack.

Dinkel wird in jüngerer Zeit wieder verstärkt angebaut. Ertragsmäßig bleibt er zwar hinter dem Weizen zurück, er verträgt jedoch raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten.

Informationsblatt Dinkel (pdf) 

Dinkel

Einkorn - Gold in der Kehle

Seit unser Getreidezüchter Hans Gahleitner ein paar Einkorn-Ähren aus Weißrussland geschenkt bekommen und bei uns heimisch gemacht hat, geht das Gerücht um, er könne Getreide in Gold verwandeln. Das liegt vermutlich an der goldgelben Farbe des Einkornmehls, denn Einkorn hat einen hohen Carotingehalt. Aber auch wegen seiner wertvollen Aminosäuren und des hohen Eiweißgehaltes könnten wir ein Loblied darauf singen.

Informationsblatt Einkorn (pdf)

 Einkorn

Hafer

Hafer ist reich an hochwertigen Proteinen, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen sowie löslichen und unlöslichen Ballaststoffen. Hafer hat die höchsten Mengen an lebenswichtigen Nährstoffen.

Hafer wirkt entspannend und stimulierend bei Erschöpfung und gegen Depressionen und ist das ideale Tonikum für das gestresste Nervensystem. Hafer beruhigt auf natürliche Weise und fördert das Einschlafen.

Informationsblatt Hafer (Pdf)

 Hafer

Pharaonenkorn - eine köstliche Entdeckung

Das Pharaonenkorn war über Jahrhunderte vergessen, bis man es 1948 als Grabbeigabe bei Dashare/Ägypten fand und tatsächlich zum Keimen brachte. Heute ist das Getreide wieder ganz aktuell. Es enthält 40 % mehr Eiweiß, Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren als jede heute bekannte Weizensorte. Und ist bestens geeignet für Weizenallergiker.

Informationsblatt Pharonenkorn (Pdf)

 Pharaonenkorn

Purpurweizen

Purpurweizen ist eine ungewöhnliche und kostbare Weizensorte mit unverwechselbar kräftigem Geschmack! Den purpurfarbenen Weizen hat man ursprünglich in Südamerika entdeckt, heute wird er von österreichischen Biobauern angebaut.

Die Rotfärbung ist auf so genannten Anthocyanen zurückzuführen, die vorwiegend in der Schale oder in der Aleuronschicht vorkommen. Im Mehlkörper wurde ein erhöhter Carotinoidgehalt festgestellt (Gelbfärbung).
Anthocyane sowie Carotinoide werden zu der großen Gruppe der Radikalfänger gezählt, die auch nach dem Verzehr im menschlichen Körper ihre positive Wirkung entfalten. Sie sind u.a. für den natürlichen Zellschutz verantwortlich, beugen so der vorzeitigen Zellalterung vor und laut einigen Studien wird ihnen eine Krebsvorbeugende Wirkung sowie Schutz vor Atherosklerose zugeschrieben.

Informationsblatt Purpurweizen (pdf)

 PurPur-Weizen-Koerner

Roggen

Roggen war das Brotgetreide der Germanen, Kelten und Slawen. Roggen ist winterhart und braucht bis zur Reife ungefähr 280 bis 300 Tage. Er keimt auch noch bei niedrigsten Temperaturen, findet gute Bedingungen bei uns im Mühlviertel und kann sogar bis in Höhen von 1500 Metern angebaut werden. Roggen ist nicht nur wunderbar für die Verdauung, er wirkt auch blutreinigend.

Informationsblatt Roggen (pdf)

 Roggen

 


 

Butter in der Vollwerternährung


Zugegeben - Butter enthält mit 230 mg pro 100 g ziemlich viel Cholesterin. Doch um den Cholesterinspiegel im Normbereich zu halten, ist es wichtig, eine ballaststoffreiche Ernährung anzustreben. Ausreichende Bewegung und körperliche Aktivität sind noch wichtiger als der Cholesteringehalt der Nahrung.

Aus ökologischer Sicht hat Butter im Vergleich zur cholesterinfreien Margarine deutlich die Nase vorn. Die Rohstoffe Rahm bzw. Milch stammen aus regionaler biologischer Landwirtschaft und benötigen zur Erzeugung bedeutend weniger Energie.

Butter besteht aus Milchfett und Wasser. Nach der Butterverordnung muss der Fettanteil mindestens 80% betragen. Dieses Fett setzt sich aus ca. 47% gesättigten Fettsäuren, ca. 48% einfach ungesättigten Fettsäuren und 5% mehrfach ungesättigten Fettsäuren zusammen. In geringen Mengen finden wir in Butter noch Milcheiweiß und Milchzucker. Außerdem Mineralstoffe, Cholesterin, Aromastoffe und als natürlichen Emulgator Lezithin. Der Vitamingehalt der Butter schwankt je nach Jahreszeit und ist im Sommer bei Weidehaltung oder Grünfütterung der Rinder höher als im Winter, wenn Heu verfüttert wird. Besonders zu erwähnen sind die fettlöslichen Vitamine A, D, und E sowie Spuren von B1 und B2. Ebenso wie der Vitamingehalt hängt auch der Gehalt von ungesättigten Fettsäuren stark vom Futter ab.

Als besonders vorteilhaft wird die hohe Resorptionsgeschwindigkeit der kurzkettigen Fettsäuren angesehen, wodurch Butter ein ausgesprochen bekömmliches Lebensmittel ist.
Gerade die einfach ungesättigten Fettsäuren mit ihren ernährungsphysiologischen Vorteilen werden in jüngster Zeit "wieder entdeckt".

Butter ist das einzige Fett, das nicht erst in der Leber umgewandelt werden muss, sondern direkt von den Körperzellen verwendet werden kann! Diese Eigenschaft ist besonders für Personen wichtig, die Leberprobleme haben oder an anderen Störungen des Verdauungssystems leiden. Da inzwischen auch in der etablierten Ernährungslehre und -medizin das Cholesterinproblem ganzheitlicher gesehen wird, gewinnt Butter langsam wieder die Bedeutung, die sie seit Jahrtausenden in der menschlichen Ernährung gehabt hat. Studien belegen, dass in Ländern, in denen mehr Fette mit einfach ungesättigten Fettsäuren verzehrt werden, erheblich weniger Arteriosklerose und dadurch bedingte Herzkreislauferkrankungen auftreten (im Gegensatz zu Ländern, in denen mehr Fette mit hoch ungesättigten Fettsäuren gegessen werden).

Da Butter eine einzigartige Stellung unter allen natürlichen Fetten einnimmt, sollte unser täglicher Speiseplan durch dieses wertvolle Lebensmittel bereichert werden.
 

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